Die Grundlagen des Übens

Der Yoga-Weg besteht zu 99 Prozent aus Praxis und nur zu einen Prozent aus Theorie.
Vom praktischen Standpunkt aus beginnt Yoga mit

den Körperstellungen (Asanas)
der Atemtechnik oder Atemlenkung (Pranayama)
der Meditation

Asanas: Körperstellungen
Asanas sind Dehnübungen, im Einklang mit der Atmung ausgeführt, tonisieren sie die inneren Organe und aktivieren die Körperfunktionen. Die Stellungen und Stellungsabfolgen können verschiedenartig wirken:

  • Übungen im Stehen sind vitalisierend
  • Sitzstellungen beruhigen
  • Drehübungen reinigen
  • Übungen in Rückenlage spenden Ruhe
  • Übungen in Bauchlage bringen frische Energie
  • Umkehrhaltungen geben mentale Kraft
  • Balanceübungen geben ein Gefühl der Leichtigkeit
  • Rückwärtsbeugen heben die Stimmung
  • und schnell ausgeführte; aneinandergereihte Übungen fördern die Wendigkeit.

Die Entspannung ist eine Kunst für sich.
Die bewusste Entspannung von Körper und Verstand löst jede Verkrampfung und bringt neue Kraft. Der Vorgang ist dem Wiederaufladen eines Akkus vergleichbar. Körper und Geist hängen voneinander ab und stehen in engster Verbindung miteinander. Die Entspannung ist das Bindeglied zwischen Körper und Geist, es verbindet Asanas und Pranayama und führt uns auf den spirituellen Weg.

Pranayama: „Zurück zu natürlicher Atmung“
Im Allgemein nehmen wir keine Notiz davon, wieviel Liter Luft durch Nase, Mund, Luftröhre und Bronchien bewegt und wieder ausgeatmet werden. Erst wenn eine Atembehinderung z.B. durch gereizte Schleimhäute oder Erkrankung eintritt, wird die Atmung richtig bewusst. Normalerweise geschieht die Atmung ja „automatisch“, d.h. unabhängig von unserem Willen.

Pranayama: „Prana“ bedeutet soviel wie Luft, Atem, Lebenskraft, Vitalität, Energie. „yama“ heißt ausdehnen, Verlängerung der Prana. „Wir atmen wie wir uns fühlen!“ Wir haben „unsere“ Atmung durch veränderte Lebensgewohnheiten beeinträchtigt. Das heißt, wir haben den natürlichen Rhythmus der Prana verloren, und wir sind uns dessen nicht bewusst. Unser Körper leidet langfristig unter Sauerstoffmangel, was u. a. zu Atemwegserkrankungen führen kann.

Der beste und einfachste Weg, natürliche Atmung zu erlangen, ist das Praktizieren des Pranayama (der tiefen Atmung). Diese Tiefatmung bedeutet aber nicht einfach ein vermehrtes Ein- und Ausatmen, sondern es bedeutet ganz im Atem sein, im Atem ruhen, im Atem aufgehen. Durch den gleichmäßigen, ruhigen Atemrhythmus werden wir von der körperlisch-seelischen Belastung befreit. Es entsteht ein „Sich wohlfühlen in seiner Haut“

Meditation
Die Asanas und Pranayama bereiten uns auf die Meditation vor. Diese 3 Phasen sind nicht von einander getrennt. Jede Phase birgt die 3 Aspekte in sich und alle sind eng miteinander verbunden. Meditation enthält ein paar unentbehrliche Grundelemente: Die Methoden mögen sich unterscheiden, aber diese wenigen Grundelemente müssen vorhanden sein:

    • Ein entspannter Zustand, kein Kampf gegen den Verstand, keine Kontrolle des Verstandes
    • Ein einfaches, waches und bewusstes Zuschauen bei allem was sich abspielt, ohne dass man sich einmischt – einfach die Gedanken im Augen behalten, ganz still
    • Keinerlei Urteil, keine Bewertung

Entspannt sein, wach sein, nicht urteilen.

nach oben